Elektroencephalographie (EEG):

Mittels EEG-Untersuchung werden die Hirnströme abgeleitet. Hierbei werden mehrere Elektroden auf die Kopfhaut geklebt, um damit die schwache elektrische Aktivität des Gehirns durch den Schädelknochen hindurch abzuleiten. Die Patientin oder der Patient sitzt dabei entspannt in einem Sessel und wird in bestimmten Abständen aufgefordert, die Augen zu öffnen oder zu schließen. Die Untersuchung dauert ca. 20 Minuten und ist nicht schmerzhaft oder gefährlich. Nach Auswertung der Hirnstromkurven können Rückschlüsse auf eine Anfallserkrankung oder auf andere Gehirnerkrankungen wie z. B. Tumore oder Entzündungen oder Durchblutungsstörungen gezogen werden. Beim Gesunden zeigen die Hirnströme regelmäßige Schwankungen, die sich in Form von verschiedenen Wellentypen in Abhängigkeit von der Frequenz darstellen. Bei Patienten mit Anfallserkrankungen lassen sich neben den normalen regelmäßigen Schwankungen zusätzliche unregelmäßige krankhafte Schwankungen wie z. B. Spitzen oder Zacken nachweisen als Ausdruck einer veränderten Gehirnaktivität. Um diese krankhaften Veränderungen sichtbar zu machen, werden bei einer EEG-Untersuchung auch Provokationsmethoden angewandt. Dazu gehört z. B. der Hyperventilationsreiz.

Hierbei wird der Patient aufgefordert, für ca. 3-5 Minuten tief und schnell zu atmen, d. h. zu hyperventilieren. Des Weiteren ist die Lichtstimulation zu erwähnen, wobei die Patientin oder der Patient während der Ableitung einem Flackerlicht ausgesetzt wird, das zunächst eine langsame Frequenz aufweist und allmählich dann schneller wird. Bei Patienten mit Epilepsie können z. B. krankheitsbedingte Veränderungen der Hirnstromkurven sichtbar gemacht werden. Manchmal ist auch ein Schlafentzugs-EEG notwendig, um evtl. krankheitsbedingte Besonderheiten der Hirnströme sichtbar zu machen.