Im Bereich Neurologie werden alle organisch bedingten Erkrankungen des zentralen und des peripheren Nervensystems sowie der Muskulatur behandelt. Die wichtigsten Erkrankungen möchten wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen:

Schlaganfall

Unsere Klinik mit dem Schwerpunkt Neurologie verfügt über eine zertifizierte Schlaganfallüberwachungsstation (Stroke unit) mit derzeit 6 modernst ausgestatteten Betten, die der Intensivbehandlung der Schlaganfallpatienten in der Akutphase dient. Schon auf dieser Station wird innerhalb von 24 Stunden nach Aufnahme auch mit der physiotherapeutischen sowie ergotherapeutischen Behandlung begonnen. Die Thrombolyse, mit der in den ersten Stunden nach Auftreten des Schlaganfalls das Gerinnsel in einer Gehirnarterie wieder aufgelöst werden kann, wird bereits in der Zentralen Notaufnahme eingeleitet. Anschließend wird dann die Patientin oder der Patient intensivmedizinisch überwacht.

Alle notwendigen Untersuchungen können innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden. Hierzu stehen modernste diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung, u. a. Computertomographie mit Perfusionsprogramm sowie Kernspintomographie (3 Tesla-Gerät), Gefäßultraschalldiagnostik der hirnversorgenden Arterien (extra- und intrakraniell), Herzultraschalldiagnostik (transthorakal und transösophageal) und falls erforderlich auch eine Angiographie (Kontrastmitteldarstellung) der Hirngefäße.

Darüber hinaus sind gefäßchirurgische und interventionell radiologische (Stent-gestützte Erweiterung der Halsschlagader bei hochgradigen Verengungen) Therapiemöglichkeiten im Haus vorhanden.

Epilepsie/Anfallsleiden

Die Anfallserkrankungen umfassen ein vielfältiges Spektrum verschiedener Anfallsformen, denen ganz unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. Wir unterscheiden zwischen den idiopathischen Epilepsien und den sog. symptomatischen Epilepsien, die z. B. nach einem Schlaganfall oder bei Tumorerkrankungen des Gehirns auftreten können. Um die bestmögliche Therapie zu finden, sind eine sehr sorgfältige Diagnostik und eine genaue Abgrenzung der jeweils vorliegenden Anfallsform notwendig.

Multiple Sklerose und andere neuroimmunologische Erkrankungen

Die Multiple Sklerose ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen unter den jungen Menschen. Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Bezüglich der Therapie hat es in den letzten Jahren enorme Fortschritte gegeben. Therapeutisch spielen neben der Cortison-Behandlung im akuten Schub auch andere immunmodulatorisch wirkende Medikamente wie Betainterferon, Glatirameracetat, Natalizumab, aber auch Mitoxantron eine wichtige Rolle.

Der Einsatz dieser Medikamente hängt vom individuellen Schweregrad und der jeweiligen Verlaufsform der Erkrankung ab.

Parkinson-Krankheit und andere extrapyramidal motorische Bewegungsstörungen

Bei diesen nicht nur im Alter auftretenden degenerativen Erkrankungen kommt es zu vielfältigen Bewegungsstörungen aufgrund von Schädigungen in bestimmten Regionen des Gehirns.

Im Vordergrund stehen abnorme unwillkürliche Bewegungen sowie abnorme Muskelkontraktionen.

Neben den Bewegungsstörungen werden auch kognitive Veränderungen beobachtet. Bei der Parkinson-Krankheit kommt es zu der bekannten Bewegungssteife einerseits und dem typischen Ruhezittern andererseits. Die Therapie der Parkison-Krankheit ist sehr komplex und erfordert ein multimodales Konzept, welches die medikamentöse Behandlung, Physiotherapie, Sprachtherapie und Ergotherapie umfasst.

Periphere Nervenläsionen

Hierzu zählen die traumatischen Schädigungen der peripheren Nerven, aber auch die entzündlichen Erkrankungen oder die häufigen Druckschädigungen in den Extremitäten, von denen das häufigste das Karpaltunnelsyndrom ist. Auch die Nervenwurzelschädigungen bei Bandscheibenvorfällen werden zu den Erkrankungen des peripheren Nervensystems gezählt, die in unserer Klinik behandelt werden.

Die Diagnose dieser Erkrankungen ist in den meisten Fällen bereits durch die sorgfältige klinische Untersuchung möglich und stützt sich darüber hinaus auf eine zusätzliche elektrophysiologische und gegebenenfalls auch bildgebende Diagnostik.

Weiteres Leistungsspektrum

  • Kopfschmerz (z. B. Migräne) und andere Schmerzsyndrome
  • Schwindel
  • Hirnnervenerkrankungen
  • Polyneuropathien
  • Erkrankungen der Muskulatur (z. B. Myositis)
  • Tumorerkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks
  • Bandscheibenvorfall
  • Borreliose