• Versorgung der Patienten der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Unfall-, Hand- und orthopädischen Chirurgie, Endoprothetik, Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie und die Patienten unserer Belegärzte (Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Fußchirurgie, Orthopädie, Gynäkologie) bei geplanten und notfallmäßigen Eingriffen in insgesamt 10 OP-Sälen.

  • Anästhesiologische Leistungen werden auch bei diagnostischen und interventionellen Eingriffen (z. B. Endoskopien, Herzkatheteruntersuchungen, Gefäßinterventionen) in den Medizinischen Kliniken und der Radiologie erbracht.

  • Alle modernen Anästhesieverfahren kommen zum Einsatz. Ein erweitertes hämodynamisches Monitoring, inkl. PAK, PiCCO und transösophagealer Echokardiographie ist an allen Arbeitsplätzen möglich. Als Neuromonitoring setzen wir EEG-basierte Überwachungsverfahren und Medianus-SEP ein. Bei der „Fast-track-Chirurgie“ wird in der Regel die Kombination aus Allgemeinanästhesie und Regionalanästhesie durchgeführt.

Regionalanästhesie

  • Unser Regionalanästhesieanteil liegt bei etwa 20%. Die Regionalanästhesie wird als alleiniges Verfahren (z. B. in der Geburtshilfe), häufig aber auch in Kombination mit der Allgemeinanästhesie eingesetzt. Rückenmarksnahe Regionalanästhesien (thorakale und lumbale Epiduralanästhesie mit Katheter, Spinalanästhesie) werden in allen operativen Disziplinen eingesetzt.

  • Daneben wird ein breites Spektrum peripherer Leitungsanästhesien – meist in Kathetertechnik – durchgeführt. Die Anlage erfolgt sonographiegestützt und mittels Nervenstimulator. Etabliert sind:

    • Interskalenäre, axilläre und vertikal-infraklavikuläre Blockade des Plexus brachialis
    • Femoralisblockade in der Technik nach Winnie
    • Dorsaler, proximal-lateraler, ventraler und distaler (dorsal und lateral) Zugang zur N. Ischiadicus-Blockade
    • Fußblock
    • I.-v.-Regionalanästhesie (auch bei Kindern)
    • N. Obturatorius-Blockade, N. Suprascapularis-Blockade

Geburtshilfliche Anästhesie

Ca. die Hälfte der 800 geburtshilflichen Patientinnen der Fürst-Stirum-Klinik entbinden mit Unterstützung durch eine Regionalanästhesie (Periduralanästhesie mit Katheter) zur Verringerung des Geburtsschmerzes. Die Anlage des Schmerzkatheters zur Entbindung wird rund um die Uhr im Kreißsaal durch erfahrene Anästhesisten durchgeführt.

Sollte ein Kaiserschnitt (Schnittentbindung) notwendig werden, kommen überwiegend regionalanästhesiologische Verfahren zum Einsatz (Spinalanästhesie, Periduralanästhesie). Die Erstversorgung von vital bedrohten Neugeborenen wird durch die Oberärzte der Klinik für Anästhesiologie, die rund um die Uhr im Haus präsent sind, sichergestellt. Die volle Ausstattung für die erweiterte Neugeborenen-Versorgung, inkl. nicht-invasiver und invasiver Beatmungsmöglichkeit ist in der Klink vorhanden.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Ärzten der Gynäkologie und Geburtshilfe und die ständige Präsenz von mindestens 2 Anästhesisten im Haus auch im Bereitschaftsdienst werden die geforderten Qualitätskriterien bei der Notfall-Sectio bei uns am Haus weit übertroffen.

Fremdblutsparende Maßnahmen

Fremdblutsparende Maßnahmen: Wir engagieren uns aktiv bei der Vermeidung von Fremdbluttransfusionen. Etablierte Konzepte beinhalten die Vermeidung und Reduktion von Blutverlust (Nutzung Kombinationsanästhesien mit regionalen Anästhesieverfahren, kontrollierte Hypotension), die Nutzung von Verfahren zur Rücktransfusion des aufgefangenen Blutes während der Operation und die präventive, präoperative Abklärung anämischer Zustände.

Standards zur Behandlung massiver Blutungen sind etabliert. Alle notwendigen Gerinnungsprodukte und Fremdblut-Konserven stehen jederzeit und in ausreichender Menge zur Verfügung.

Dr. med. Wegener, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, ist als transfusionsverantwortlicher Arzt für die Fürst-Stirum-Klinik und Rechbergklinik benannt. 

Anästhesiearbeitsplatz

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