Kopfgrafik der Seite: Kliniken des Landkreises Karlsruhe sind konsequent transparent
Presse - Pressemitteilungen Single

Kliniken des Landkreises Karlsruhe sind konsequent transparent

13.06.2016 11:18 Uhr

Veröffentlichung von medizinischen Qualitätsdaten

Bei den Kliniken des Landkreises Karlsruhe sind die aktuellen Qualitätsergebnisse im Internet abrufbar. Die Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal und die Rechbergklinik Bretten stellen ihre aus Routinedaten berechneten Qualitätsergebnisse für alle relevanten Krankheitsbilder des jeweiligen Hauses dar. Die Ergebnisse stammen aus der IQM Gruppenauswertung von ca. 300 Kliniken in Deutschland und der Schweiz, die sich der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angeschlossen haben. Insgesamt umfasst der IQM Indikatorensatz über 300 Qualitätskennzahlen für 64 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren. Die Kreiskliniken nutzen das IQM Verfahren für ihr aktives Qualitätsmanagement, das durch die Optimierung der Behandlungsprozesse und -ergebnisse zu besserer Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit führt.

„Ziel ist es, unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen“, so Kliniken-Regionaldirektorin Susanne Jansen. „Unsere Ergebnisse veröffentlichen wir ganz bewusst freiwillig im Internet. Diese konsequente Transparenz setzt hierzulande Maßstäbe und ist für uns vor allem zusätzlicher Ansporn, um noch besser zu werden“. Dies war der Grund, weshalb die Kliniken des Landkreises Karlsruhe bereits 2013 der trägerübergreifenden Initiative beigetreten sind. Denn die IQM Indikatoren zur Ergebnisqualität belegen die Stärken einer Klinik, zeigen aber auch ganz deutlich, wo Optimierungspotenzial besteht.

Das Optimierungspotenzial kann mit Hilfe eines freiwilligen Peer Review Verfahrens identifiziert werden, um dann zielgenaue Maßnahmen zur Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität umzusetzen. Ein solches Verfahren wurde an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal unter Leitung des Ärztlichen Direktors Professor Dr. Sven Richter durchgeführt.

Seit 2010 besteht an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie ein zertifiziertes Darmzentrum. 2015 wurden alle dort verlangten Qualitätsindikatoren erreicht. Unabhängig davon bestand zu Anfang des Jahres 2015 von Seiten der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) das Angebot, sich freiwillig einer externen Begutachtung in einem Peer Review Verfahren durch die IQM zu melden. Dies bedeutet, dass unabhängige Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen die Prozesse und Therapieergebnisse der Fachabteilung überprüfen und Verbesserungsvorschläge machen. „Im Sinne stetiger Qualitätsverbesserung interessierten wir uns für dieses Angebot und bekamen letztlich auch die Zusage der IQM für ein solches Peer-Review“, so Prof. Richter. „Untersucht wurden 15 Fälle von Patienten mit viszeralchirurgischen Indikatoren ohne Darmischämie, also ohne Unterbrechung der Versorgung des Darms oder eines Darmabschnitts mit Blut“. Nach entsprechendem Studium der betreffenden Patientenakten wurden immer eine Selbsteinschätzung sowie eine Fremdeinschätzung durch die Prüfer bezüglich eines Verbesserungspotentials vorgenommen.

Es zeigte sich im Rahmen der gemeinsamen Diskussion der Fälle, dass die externe und die interne Sicht auf Verbesserungschancen oft sehr ähnlich war. Der Verfahrensablauf und das Ergebnis waren für den Ärztlichen Direktor aufschlussreich und positiv: „Aus den einzelnen gesichteten und diskutierten Fällen konnten wir konstruktive Anregungen und Verbesserungspotenziale mitnehmen und auch für uns konkrete Maßnahmen ableiten, um zukünftig die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern“, sagt Richter. Dies betrifft beispielsweise Themen wie die Antibiotikatherapie beim septischen Schock, die Dokumentation von Therapiebegrenzungen oder die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei Blutungen im Verdauungstrakt. „Aufgrund der durchweg positiven Erfahrung mit dem Konzept des freiwilligen Peer-Reviews können wir allen Kliniken nur empfehlen, auch diesen Weg zu gehen, um die jeweilige Qualität der Patientenbehandlung zu optimieren“, so Kliniken-Regionaldirektorin Susanne Jansen.

 

 

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Infobox RKH und Kliniken des Landkreises Karlsruhe

 

Die Regionale Kliniken Holding RKH mit ihren sieben Akutkliniken, einer orthopädischen Fachklinik und einer geriatrischen Rehabilitationsklinik in den Landkreisen Ludwigsburg, Enzkreis und Karlsruhe ist das größte kommunale Klinikunternehmen in Baden-Württemberg. Ziel ist es, die einzelnen Standorte mit Spezialangeboten aufzuwerten und eine Grundversorgung in der Fläche zu gewährleisten, um so dem Patienten eine Rundum Versorgung mit hoher Behandlungsqualität aus einer Hand anzubieten.

 

KENNZAHLEN 2015 - RKH

Planbetten 2.489

Mitarbeiter 7.682

Ambulante Fälle ca. 280.000

Stationäre Fälle 111.391

 

KENNZAHLEN 2015 – Kliniken des Landkreises Karlsruhe

Planbetten 511

Mitarbeiter 1.336

Ambulante Fälle 50.432

Stationäre Fälle 24.873

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Infobox IQM

Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammengeschlossen. Die trägerübergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle Krankenhäuser. Vorhandenes Verbesserungspotenzial in der Medizin sichtbar zu machen und zum Wohle der Patienten durch aktives Fehlermanagement zu heben, ist das Ziel von IQM. Dafür stellt IQM den medizinischen Fachexperten aus den teilnehmenden Krankenhäusern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich, drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und die Durchführung von Peer Review Verfahren. In derzeit über 370 Krankenhäusern aus Deutschland und der Schweiz versorgen die IQM Mitglieder jährlich ca. 5,8 Mio. Patienten stationär, damit liegt der Anteil an der stationären Versorgung in Deutschland bei 29 % und in der Schweiz bei 19 %.

 

Kontakt:

IQM Initiative Qualitätsmedizin e.V.

Friedrichstraße 166

D-10117 Berlin

www.initiative-qualitaetsmedizin.de

 

Presseanfragen:

Fon: +49 30 25 811 617

Fax: +49 30 34 661 083

info@initiative-qualitaetsmedizin.de



Pressesprecher

Alexander Tsongas
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing
Posilipostraße 4
71640 Ludwigsburg

E-Mail: alexander.tsongas(at)verbund-rkh.de